Beeren & Sträucher

Antworten zu Beeren & Sträuchern

Antworten zu Beeren & Sträuchern
Wissenswertes über Himbeeren
 

Himbeeren sind selbstfruchtbar. Der Anbau von Himbeeren ist bei entsprechender Sortenwahl bis in Höhenlagen von 1500 m ü.M. möglich. Der Standort sollte sonnig sein, der Boden tiefgründig und gut durchlässig. Staunasse Böden sind zu meiden. Als Waldpflanze bevorzugt die Himbeere eher ein leicht saures und humoses Bodenmilieu. Kompost verbessert die Bodenstruktur. Auf dem Standort sollten 6 - 8 Jahre lang keine Himbeeren gestanden haben, um bodenbürtige Krankheiten zu vermeiden. Der Pflanzabstand ist 40 cm. Die Pflanzen müssen flach gepflanzt werden, max. 1 - 2 cm über der Wurzel mit Erde bedecken. Himbeeren sind Flachwurzler und sollten nicht gehackt werden. Regelmäßiges Mulchen dünner Schichten z.B. von Gras, hilft, Beikräuter einzudämmen und verbessert die Wasserhaltefähigkeit des Bodens. Auf regelmäßige Bewässerung ist zu achten, besonders kurz vor der Ernte. Die Jungruten werden in einer Höhe von 40 cm auf 10 bis 12 mittelstarke Ruten pro Laufmeter vereinzelt. Sie bilden die Ertragsruten für das Folgejahr. Sommerhimbeeren: nach der Ernte werden die abgetragenen, braunen Ruten ausgeschnitten und die Jungruten angebunden. Herbsthimbeeren: nach der Ernte werden alle Ruten bodeneben abgeschnitten.

 

Wissenswertes über Heidelbeeren

Die Kulturheidelbeere (Vaccinium corymbosum) ist botanisch eine andere Art als die Waldheidelbeere (Vaccinium myrtillus). Es gibt verschiedene Sorten. Pflanzzeit im Container das ganze Jahr über möglich, beste Zeit ist ab August – November und im Frühjahr. Standort bitte Sonnig bis Halbschatten, windgeschützt halten. Heidelbeeren sind Moorbeetpflanzen und gedeihen nur im sauren Boden (pH-Wert unter 4,5). Unsere Gartenböden sind meist zu kalkhaltig. Ideale Bodenbedingungen müssen darum durch Anlegen eines Moorbeetes geschaffen werden. Je nach Platz kann das Moorbeet rund oder länglich angelegt werden. Pro Pflanze wird eine Moorbeetfläche von 60 x 60 cm benötigt. Heidelbeeren sind Flachwurzler, daher genügt eine Substrattiefe von ca. 60 cm. Eine zu tiefe Pflanzung des Ballens wirkt sich ungünstig auf das Pflanzenwachstum aus. Es wird eine Grube von 50 cm Tiefe ausgehoben. Diese wird mit Moorbeeterde (z.B. Rhodohum ) mit Sand vermischt aufgefüllt und darüber mit demselben Material eine Überhöhung von ca. 10 - 15 cm aufgeschüttet und verfestigt. Anschließend wässern, bis das Substrat gut durchfeuchtet ist. Pflanzabstand: von Pflanze zu Pflanze 1,0 – 1,5 m, von Reihe zu Reihe 2,5 - 3,5 m. Die Pflanzung ist in Reihen oder in Gruppen möglich. Für eine Einzelpflanze kann auch die Hälfte eines quer zertrennten Torfsacks so eingegraben werden, dass die Plastikhülle wie ein Pflanzgefäß wirkt, dessen Öffnung oben und unten offen ist. Kulturmaßnahmen: Das Moorbeet im Frühjahr mit 1-2 cm frischem Torfmull oder Rindenmulch überdecken. Bei trockener Witterung möglichst mit kalkfreiem Regenwasser gießen. Heidelbeeren wachsen langsam und müssen darum in den ersten Jahren nicht geschnitten werden. Später, wenn sie zu dicht werden, während der Winterruhe etwas auslichten, d.h. die älteren Triebe entfernen. Düngung: Es dürfen nur sauer wirkende Dünger verwendet werden. Die Nährstoffansprüche sind gering, starkes Düngen schwächt die Widerstandskraft. Pflanzenschutz: Heidelbeeren sind wenig krankheitsanfällig. Je nach Bedarf sind die Früchte vor der Ernte gegen Vogelfraß zu schützen. Mit einem Vogelnetz abdecken.

 

Wissenswertes zu Brombeeren

Brombeeren sind wüchsig und ertragreich auf mittelschweren, durchlässigen, humosen Böden mit ausreichend Feuchtigkeit, aber ohne Staunässe. Der Boden sollte eher leicht sauer sein, ein pH-Wert von 6 bis 6,5 ist ideal. Kalte Lagen sind zu meiden, da starker Frost Schäden an den Ruten verursachen kann. Sie werden als Topfpflanzen im Frühjahr gesetzt. Als rankende Pflanzen brauchen sie ein Gerüst. Für eine Anlage wird ein Drahtgerüst erstellt mit starken Pfählen im Abstand von 5 - 8 m. Daran werden 2 Stützdrähte angebracht in der Höhe von 80 cm und 160 cm. Der Abstand von Reihe zu Reihe beträgt 2,5 bis 3 m.  Der Pflanzabstand im Erwerbsanbau ist 1 m, im Hausgarten kann man auf 2 m pflanzen. Während der Fruchtbildung sollte auf genügend Feuchtigkeit geachtet werden. Die Ernte zieht sich über mehrere Wochen, sodass jeden 2. bis 3. Tag durchgepflückt wird. Abgetragene Ruten werden ab November entfernt. In frostgefährdeten Anlagen wird Ende März geschnitten. Es verbleiben 4 bis 6 Ruten am Stock. Im Sommer werden überzählige und schwachwachsende Ruten entfernt. Die Jungruten werden nicht angeschnitten, um das Austreiben der Seitentriebe zu vermeiden. Treiben sie dennoch aus, sind sie auf 20 cm einzukürzen.

 

Wissenswertes zu Johannisbeeren

Die Johannisbeere gibt es mit roten (Ribes rubrum), weißen und schwarzen Beeren.

Rote und weiße Johannisbeeren
Sie sind selbstfruchtbar, eine Fremdbestäubung erhöht die Ertragsleistung, deshalb empfiehlt es sich, mehrere Sorten zusammen zu pflanzen.

Standort: Sonnig auf feuchten mittelschweren Böden. Manche früh blühenden Sorten sind spätfrostgefährdet und neigen dann zum Verrieseln. Dies sollte bei der Standortwahl berücksichtigt werden. Pflanzabstand: Rote und weiße Johannisbeeren tragen am mehrjährigen Holz und eignen sich gut zur Drahterziehung sowie als Hochstämmchen und als freistehender Busch. Abstand bei Drahterziehung mit 3 Bodentrieben von Pflanze zu Pflanze 1 - 1,50 m , von Reihe zu Reihe 2 - 3 m bei ; einzelne Büsche ca. 1,5 m, Hochstämmchen für den Hausgarten ca. 1 m. Diese sollten in der Krone fest an einen stabilen Pfahl angebunden sein, damit sie nicht ausbrechen. Kulturmaßnahmen: Regelmäßiger Schnitt stellt die Verjüngung der Pflanze sicher. Nur ein - bis dreijähriges Fruchtholz ist ausreichend fruchtbar. Durch den Schnitt soll leichtes Pflücken ermöglicht und eine gute Fruchtqualität erreicht werden.

Schwarze Johannisbeeren und Jostabeeren
Sie sind selbstfruchtbar, eine Fremdbestäubung erhöht die Ertragsleistung, deshalb empfiehlt es sich, mehrere Sorten zusammen zu pflanzen. Standort: Sonnig auf feuchten mittelschweren humosen Böden. Manche früh blühenden Sorten sind spätfrostgefährdet und neigen dann zum Verrieseln. Dies sollte bei der Standortwahl berücksichtigt werden. Pflanzabstand: Schwarze Johannisbeeren tragen am einjährigen Holz und eignen sich daher nicht zur Erziehung am Draht, aber als Busch und Hochstämmchen. Abstand von Pflanze zu Pflanze 1,50 -2 m, Hochstämmchen für den Hausgarten ca. 1 m. Diese sollten in der Krone fest an einen stabilen Pfahl angebunden sein, damit sie nicht ausbrechen. Kulturmaßnahmen: Regelmäßiger Schnitt ist notwendig. Das abgetragene Fruchtholz wird jährlich entfernt, bzw. auf einen Jungtrieb abgeleitet, sodass eine ständige Verjüngung des Fruchtholzes einen gleichmäßig hohen Ertrag gewährleistet.

 

Wissenswertes zu Stachelbeeren

Die Stachelbeere (Ribes uva-crispa var. sativum) gibt es mit roten, gelben und grünen Beeren. Standort: Sonnig und nicht zu trocken, ausreichende Wasserversorgung sollte vorhanden sein. Stachelbeeren sind selbstfruchtbar, eine Fremdbestäubung kann die Ertragsleistung erhöhen. Wegen des frühen Austriebes und der frühen Blüte, meist im April, sind Stachelbeeren spätfrostgefährdet. Pflanzabstand: von Pflanze zu Pflanze 0,75 - 1,0 m bei Reihenpflanzung; einzelne Büsche ca. 1,5 m, Hochstämmchen für den Hausgarten ca. 1 m. Diese sollten in der Krone fest an einen Pfahl angebunden sein, damit sie nicht ausbrechen. Bei Reihenpflanzung empfiehlt sich das Aufleiten an unseren haltbaren und bruchfesten Glasfiberstäben. Kulturmaßnahmen: Regelmäßiger Schnitt stellt die Verjüngung der Pflanze sicher. Nur ein - bis dreijähriges Fruchtholz ist ausreichend fruchtbar. Durch den Schnitt soll auch leichteres Pflücken ermöglicht werden. Pflanzenschutz: Regelmäßige Behandlungen gegen den Stachelbeermehltau sind zu empfehlen. Für den Hausgarten können auch widerstandsfähige Sorten gewählt werden. Bei starker Hitze können die Früchte Schaden durch Sonnenbrand nehmen.