Kirschbäume

Antworten zu Kirschbäumen

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Wissenswertes zur Befruchtungsbiologie

Bei Kirschen wird zunächst eine Unterteilung in Sauer- und Süßkirschen vorgenommen, da die Befruchtungseigenschaften verschieden sind. Die meisten Sauerkirschen sind selbstfruchtbar.

Süßkirschen sind hingegen auf Fremdbefruchtung angewiesen.

 

Vogelkirschensämling (Prunus avium):
Starkwachsende Unterlage mit meist heller Rinde, die auf Frosthärte und Gummiflussempfindlichkeit geprüft wurde.
 

Piku 1:
Mittelstark bis stark wachsende stabile, gesund bleibende Unterlage aus Dresden-Pillnitz. Sie ist sowohl für bessere als auch für trockene, ungünstigere Standorte gleichermaßen gut geeignet, auch für den Nachbau, dann wächst sie schwächer als auf Neuland, bildet aber auch ertragsstarke Bäume.

 

Gisela 5:
Am ehemaligen Institut für Obstbau der Universität Gießen aus P. cerasus x P. canescens hervorgegangen. Der Wuchs ist gegenüber F 12/1 um ca. 60% reduziert. Sie gilt als gut verträglich mit vielen Sorten.  Für Sauerkirschsorten durch ihre stark reduzierte Wuchskraft nur bedingt geeignet.

 

Alkavo:
Eine schwächer wachsende und sehr gleichmäßige Unterlage. Ertragsbeginn gegenüber den schwach wachsenden Unterlagen deutlich verzögert. Zeigt nur einen mittleren Fruchtansatz mit guten Fruchtgrößen. Für maschinelle Ernte bestens geeignet. Haupteinsatzgebiet ist im Sauer- und Schüttelkirschanbau (Brennkirschen).

 

Colt: Eine starkwüchsige Unterlage, aber etwas schwächer als F 12/1 oder Sämling. Sie bietet eine hohen Ertrag, weist aber eine geringere Frostresistenz auf als F12/1 oder Sämling.