Mirabellenbäume

Antworten zu Mirabellen

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Wissenswertes zur Befruchtungsbiologie

Es gibt selbstfruchtbare und selbstunfruchtbare Sorten. Selbstfruchtbar bedeutet, dass Früchte entstehen, wenn die Bestäubung und Befruchtung mit Pollen der am eigenen Baum gebildeten Blüten zum Fruchtansatz an diesem Baum führt. Bei selbstunfruchtbaren Sorten ist dies nicht möglich.
 

GF 655/2:
Diese aus Frankreich stammende Unterlage besitzt im Vergleich zum Myrobalanen-Sämling nur 70% Wuchsstärke. Sie eignet sich deshalb neben der Erziehung zur Tellerkrone und Pfälzer Hecke auch zur Spindelerziehung. Der Ertragseintritt ist sehr früh, die Fruchtgröße ist gut und die Ertragshöhe ist als sehr gut einzustufen. Der Boden sollte gut und nährstoffreich sein. Diese Unterlage ist mit allen Sorten verträglich.



St. Julien A:
Mittelstarke Unterlage für schwerere und feuchte Böden.

 

Wavit ®, WeiWa ®:
Diese in vitro vermehrte Selektion von „Wangenheims“ liefert schwachwachsende Bäume wie GF 655/2 mit guter Fruchtgröße und sehr guter Ertragshöhe. Die Verträglichkeit bei Pflaumen und Zwetschgen ist gut. Sie zeigt bis jetzt keine Bodenausläuferbildung und ist frosthart.

 

Wangenheimer:  
Diese Unterlage liefert schwachwachsende Bäume mit gute Fruchtgröße und sehr guter Ertragshöhe. Die Verträglichkeit bei Pflaumen und Zwetschgen ist gut. Sie zeigt bis jetzt keine Bodenausläuferbildung und ist frosthart. Als Sämlingsunterlage wächst sie nicht so homogen wie vegetativ vermehrte Unterlagen.

 

Myrobalanen-Sämling:
Starkwachsende Unterlage für trockene Böden von geringer Fruchtbarkeit (Sandböden). Empfohlen für schwachwachsende Sorten und Massenträger. Diese Unterlage zeigt keine Ausläuferbildung.